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… und täglich liest der Stelzner hier!

 

 

Live und in laut und bunt!

Und täglich liest der Stelzner hier!
– Der neue Streifen auf und von Stelzflix! –
Die tägliche Lesung in den Viten!
Von Montag – Freitag ab 17.30 UhrUnd Samstag u. Sonntag ab 15.00 Uhr
…. Mo, Mi, Do, So – Mine!
…. Di, Fr, Sa – Villa!
Falls sich Kollegen einfinden und einsteigen wollen in die tägliche Show, ob nun mit Literatur o. Musik – bütteschööön – ihr seid herzlichst eingeladen!
Und wenn das geneigte Publikum anschließend
etwas in den Hut tut,
macht das Mut
und tut gut! –
Wir tun ’s nicht nur für uns,
wir tun ’s auch für die Kunst!
Heute ab 17.30 in der Villa! Mit Abstand können wir ca. 10 Gäste auf der Fläche „bespielen“! Ich freu mich auf euch!

Foto: Verena Meier

Margot Michaelis (Kunstvermittlerin) über die Kunst und die Ausstellung von Susanne Hesch in der VITA-VILLA

Susanne Hesch AUSSTELLUNG VITA-VILLA flussaufwärts

Eine weibliche Figur hält sanft ein Schiff, als wolle sie es zu Wasser lassen. Als blaue Spur deutet sich ein Fluss an. Darüber drei Brückenpfeiler. Das Bild ist auf einer topografischen Landkarte malerisch angelegt, zugleich ge-funden und er-funden. Vielleicht diente ja das Schiff dem Transport der Bilder, die nach einer imaginären Reise auf der Oker „flussaufwärts“ kommend – in der Wolfenbütteler Galerie Vitavilla gelandet sind.

Für die Ausstellung hat die Künstlerin ältere und neuere Arbeiten ausgewählt, die sich auf sehr unterschiedliche Weise dem Thema „flussaufwärts“ widmen. Der Titel nimmt Bezug auf den Ort der Ausstellung: die Oker, die Gräben rund um die Galerie. Dann aber eröffnen sich weitere Bedeutungsfelder, die die Künstlerin selbst so beschreibt: „vom Fließen der Farbe und der Linie und vom Fließen der Zeit, vom Gegen-den-Strom-Schwimmen und Sich-treiben-lassen, von Booten und Brücken, vom Verbindenden und Trennenden.“ (Susanne Hesch/Pressetext)

Die Bewegung des Wassers wird zur Metapher für die Bewegungen des menschlichen Lebens und Seins. So wie es schon der griechische Philosoph Thales von Milet beschrieb: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Wasser ist das Ungewisse, es ist schwer zu fassen und immer in Bewegung, wie das Leben selbst. Es bedeutet Lust und Gefahr zugleich.

Gleich im Aufgang hängt ein kleinformatiges Aquarell: „Kleine Figur, springt“. In der Bilddiagonale sehen wir den wie einen Pfeil elegant ins Wasser Springenden – begleitet von einem roten Farbleuchten. Bloß ein Strich zeigt das Wasser an und über ihm schwebt eine dunkle Wolke, rot durchsetzt. Für mich ist das Bild Ausdruck eines Glücksmoments. Aber auch Wagnis. Ein Zauber geht davon aus, wie diese wenigen Andeutungen, die aus dem Papierweiß hervortreten, uns ein elementares Erlebnis vor Augen führen.

Auf dem Gemälde „flussaufwärts“ von 2020 treffen Imaginäres und Reales, Bestimmtes und Unbestimmtes in spannungsvoller Weise zusammen. Traumwandlerisch erscheint die Figur unter wolkenartigen Gebilden in einer unbestimmten Landschaft – vielleicht zwischen Land und Wasser? Vielleicht auf einer Brücke? – Ist es ein Nachdenken, ein Abwarten oder ein Stillhalten?

Es geht in den Arbeiten von Susanne Hesch um Urbewegungen menschlicher Gefühle, ausgedrückt durch zarte, meist stille Gesten, denen wir Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen ablesen können.

Wir sehen meist weibliche Gestalten, Gesichter, Büsten, oder auch Paare. Auf das eigene Ich bezogene feine Gebärden und stille Gesten zeugen von Empfindsamkeit und Verletzbarkeit, aber auch von Lust und Selbstwahrnehmung, von zurückhaltender Sinnlichkeit. Seltener entsteht Dynamik, wie bei „Handgemenge“, einer wirbelnden Umarmung, oder dem erotischen roten Akt.

Schattengestalten“ scheinen aus dem Nichts zu kommen, die eine streckt ihre Hand in ein Gefäß, als wolle sie etwas schöpfen, eine andere erscheint wie eine rätselhafte Madonna vor zwei gläsernen Kelchen. Der sie umgebende Bildraum wirkt raumlos, in der Schwebe zwischen Nähe und Unendlichkeit. Man spürt Befindlichkeiten, die in der Stille wahrnehmbar werden. Die Figuren können ebenso bei sich sein oder ausgesetzt. Vielleicht warten sie aber auch auf das Glück, das richtige Lebensschiff zu erreichen, wenn man das Meer erreicht.

Dann das Motiv der offenen erhobenen Hände. Durch die Ausschnitthaftigkeit betonen sie den Zeige- oder Hinweischarakter zu einer Gebärde mit hoher Symbolkraft. Ein Roter Fleck in der Handfläche erinnert an das biblische „Zeig mir deine Wunde“, das Verletzung und Schmerz allgemeingültig macht. Der Titel der Handmotive: „Was man in der Hand hat“, eröffnet in seiner Mehrdeutigkeit weitere Interpretationen.

An den Wänden der Galerie wirken viele der Bilder licht und schwebend – vor allem durch die Offenheit der Form und die malerische Transparenz. Das Durchscheinende, Semitransparente und dadurch Ungewisse findet man in kleinformatigen Aquarellmalereien ebenso, wie in den großen Formaten auf Transparentpapier oder festem Bildgrund. Dabei experimentiert die Künstlerin mit unterschiedlichen Materialien. Sie stellt den Farbigkeit zurücknehmenden Haupttönen auf der Basis von Weiß und Schwarz oft ein kontrastierendes Rot oder Grüngelb entgegen. Damit schafft sie eine wohl ausgelotete Spannung, die den Bildern eine besondere Anziehungskraft verleiht.

Die poetischen Titel eröffnen einen weiteren Interpretationsraum für die eigene Betrachtung. Sie unterstützen die Deutung der Gefühlswelt, die in den Arbeiten durch gestische und mimische Andeutungen oder Setzungen entworfen wird. Dabei erscheinen die Bilder einerseits verrätselt, andererseits doch immer zugänglich durch die Sprache der Malerei, die Poesie der Motive.

Corona zum Trotz – aber mit gebührendem Abstand – lasse ich Sie jetzt mit den Bildern von Susanne Hesch allein.

Margot Michaelis

Kunstvermittlerin

Wer rettet das Klima? -Vortrag und Diskussion – Dr. Tadzio Müller u. Stephan Krull – DIE VITA-VILLA

Wer rettet das Klima? Die Klimakrise eskaliert, und um die schlimmsten Folgen noch abzuwenden, muß sofort gehandelt werden. Was aber tut unsere Regierung? Sie vollzieht seit Jahrzehnten konsequent eine marktkonforme Klimapolitik. Große Worte, halbherzige Bes

chlüsse und Belastungen für den Steuerzahler. Was machen die Parteien? Die Gewerkschaften? Auf jeden Fall nicht genug. Die Bevölkerung bleibt- zum großen Teil – gelassen, ihre noch erlebbare Zukunft erscheint ihnen noch nicht eingetrübt zu sein. Solidarität mit bedrohten Ländern? Solidarität mit den nachfolgenden Generationen? Im Prinzip selbstverständlich, aber……. Es ist nicht überraschend, dass die, die sich als betroffen erleben müssen, also z.B. Schüler*innen und Studierende den Aufstand gewagt und die Gesellschaft aus ihrer Apathie gerissen haben. Was aber kann man langfristig von FFF und der breiteren Klimabewegung überhaupt erwarten? Tadzio Müller sieht in FFF und den kooperierenden Bewegungen zur Zeit die einzigen umwälzenden Kräfte und begründet dies mit überzeugender Klarheit. Stephan Krull setzt in seinem Kommentar eher gewerkschaftliche Akzente. Es bleibt genug Zeit für Fragen und Diskussion. Tadzio Müller ist promovierter Politikwissenschaftler und Referent für Klimagerechtigkeit und internationale Politik der Rosa-LuxemburgStiftung. Als engagierter Aktivist hat er nicht nur die globalisierungskritischen Bewegung mitgeprägt (Proteste in Seattle, Prag und Heiligendamm), er war auch Mitorganisator der Castor-Proteste und ist seit 12 Jahren in der Klimabewegung aktiv (er war u.a. Sprecher des internationalen Netzwerks „Climate Justice Action“ und Mitbegründer von „Ende Gelände“). Stefan Krull ist gelernter Schriftsetzer und hat in einer Lackiererei bei VW gearbeitet. Von seiner Jugend an war er politisch und gewerkschaftlich engagiert. Seine wichtigsten Engagements und Tätigkeiten: Mitbegründer der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, Mitglied der DKP, später Mitglied der Partei DieLinke, Mitglied des Landesvorstandes Sachsen Anhalt, Mitglied im Vorstand der IG Metall Wolfsburg, Referent in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit, , Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-StiftungNiedersachsen, Mitbegründer der Attac-Arbeitsgruppe „ArbeitFairTeilen“, Koordinator des Gesprächskreises „Zukunft Auto Umwelt Mobilität“ der Rosa Luxemburg-Stiftung.

Ort: Vita-Villa, Kleiner Zimmerhof 9, Wolfenbüttel Zeit: 18:30 Eintritt frei Veranstalter: „aufstehen“-Wolfenbüttel

TIMO RÖDIGER „Identicons“ Vier & Jetzt 17.01.20 – 19.00 Uhr – VERNISSAGE

IDENTICONS – Menschen als Gender-Icon
Am Freitag, 17. Januar um 19.00 Uhr eröffnet die Ausstellung IDENTICONS VIER & JETZT in der Vita-Villa in Wolfenbüttel. Der Braunschweiger Grafiker Timo Rödiger zeigt die grafische Reduzierung von bekannten Persönlichkeiten auf das wesentliche Wiedererkennbare. Die Gender-Symbolik – ein Kreis mit Kreuz oder Pfeil – ist das formale Gerüst. Das Ziel: Maximaler Aussage durch minimale Veränderung.
IDENTICONS sind eine humorvolle und geistreiche Entdeckungsreise für Kreuz- und Querdenker. Entdecken Sie bekannte, liebenswerte aber auch umstrittene Persönlichkeiten aus Politik, Business, Kunst, Sport, Musik etc.
Die Ausstellung läuft bis zum 1. März 2020 in der Vita-Villa, Kleiner Zimmerhof 9 in Wolfenbüttel immer dienstags, mittwochs und freitags von 15.00 bis 19.00 Uhr.
Das 92-seitige Buch zur Ausstellung gibts für 7,90 Euro vor Ort, oder in Braunschweig bei Graff, Heimatrausch, im Bücherwurm oder in der VITA-MINE, Karl-Marx-Str.6.Timo Rödiger Jasperallee 82, 38102 Braunschweig 0176 . 23 25 65 02

Jens Fischer Rodrian mit Wahn & Sinn in den VITEN 22. u. 23.11.19 – 19.30 Uhr

Jens Fischer Rodrian – WAHN & SINN
22.11.19 in der VITA-VILLA – Kleiner Zimmerhof 9  – 38300 Wolfenbüttel
23.11.19 in der VITA-MINE – Karl-Marx-Str.6  –  38104 Braunschweig
jeweils 19.30 Uhr –  VVK: 13,00 € AK: 15,00 €
„Ein überwältigendes Feuerwerk aus Wort und Musik.“ Rheinisches Tagblatt
Jens Fischer Rodrian präsentiert eine skurrile Mischung aus Konzert, Lesung und Spoken Word Performance. Dabei arbeitet er sich spielerisch durch die verschiedensten Musikrichtungen und stellt neben den Kompositionen seiner Soloalben, zum ersten Mal Texte aus seinem Gedichtband „Sich kurz fassen – ach“ vor. Und das Ganze nicht als Nummernprogramm, sondern ineinander verwoben durch eine stimmige Dramaturgie.
Nach siebenjähriger Schaffenszeit in New York und Boston gehört der Wahlberliner seit Jahren zu den umtriebigsten Gestalten im Hintergrund der deutschen Musiklandschaft: als Gitarrist/Schlagzeuger bei Konstantin Wecker (und verantwortlich für dessen letzte Live-Alben), musikalischer Leiter der Berliner Blue Man Group oder als Produzent/Musiker bei Tim Neuhaus, Max Prosa, Katja Riemann und immer wieder auch als bereits mehrfach prämierter Komponist für Dokumentationen & Kurzfilme wie etwa „Stiller Löwe“.
Nachdem Fischer Rodrian sich mehrere Jahrzehnte vor allem für andere kreativ eingebracht hatte, entstand mehr und mehr das Bedürfnis, die Pflicht zugunsten der Kür hinter sich zu lassen. So entstand das Projekt „Wahn & Sinn“ als Streifzug durch Erinnerungen und Gedanken, die Jens Fischer Rodrian über die Jahre beschäftigt haben.
„Ich habe neben den Gitarren ein Mini-Keyboard, ein kleines Zirkusschlagzeug mit ungewöhnlichem Zubehör (Fässer, Rohre), eine Kalimba und Looper im Gepäck, den ich an manchen Stellen einsetze, um spontan einen Soundtrack für die Texte zu basteln. Das wird jeden Abend etwas anders klingen. Letztlich mache ich das, was mir am liebsten ist: eine Mixtur aus vielen Ideen, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben.“
„Poesie, die unter die Haut geht,das Herz trifft und sich im Kopf einnistet. Jens Fischer Rodrian gibt ein ungewöhnliches Konzert, das auch durch seine literarische Qualität überzeugt.“ (Andreas Förster, Süddeutsche Zeitung)
Süddeutsche Zeitung 2019
WIKIPEDIA https://de.wikipedia.org/wiki/Fischer_%28Musiker%29
KONTAKT: fischer@kofferstudio.d

Bad Temper Joe in der VITA-MINE

Bad Temper Joe in der VITA-MINE  –
Kalr-Mar-Str.6 – 38104 Braunschweig

VVK: 12,00 € AK 15,00 € – Reservierungen: info@vitamine-verlag.de

 

Wenn es um Blues in deutschen Landen geht, dann führt mittlerweile kein Weg mehr an dem mürrischen Mittzwanziger vorbei. So nennt ihn das Online-Bluesmagazin Wasser-Prawda „einen der wirklich wichtigen Songwriter und Gitarristen der deutschen Bluesszene“. Mit seinen Songs geht es auf eine Reise durch eine musikalische Landschaft, die in weit abgelegenen Sümpfen und taufeuchten Wiesen verwurzelt ist, es folgen Balladen von Liebe und Verlust, Schicksalsschlägen, Zerstörung, Alchemie und schwarzem Zauber. Jubelstürme und Freudenschreie sind rar, sind die Knochen doch schwer von der Reise und ist der Mund doch voller Staub der teutoburger Ödnis, die Kleidung noch nass vom westfälischen Regen. Bad Temper Jo€E erzählt uns seine Geschichte in der Tradition der alten Bluessänger aus dem Mississippi-Delta, mit der Kraft eines Mannes und seiner Gitarre.

Da flüstert, ja haucht der 1,95m Hühne seine Texte mal leise ins Mikrofon, bevor er sie laut, ohne Verstärkung shoutet, lässt die Slidegitarre aufheulen und legt dabei einen Bann über sein Publikum, der bis zum letzten Song anhält. In der Tat mag es eine vergleichsweise einfache Musik sein, aber gerade bei dem Bielefelder erfährt man wieder, welch unwiderstehliche und tiefe Kraft der Blues ausstrahlt. 

Diether Dehm stellt neues Buch vor – in der VITA-VILLA und in der VITA-MINE am 8.11.19 …

Liebe Freunde der Kunst, Kultur und der Viten

Lesungen mit Diether Dehm  

Buchpräsentation – in der VITA-VILLA – Kleiner Zimmerhof 9 – 38300 Wolfenbüttel –  8 Nov. – 16.30 Uhr

 — in der VITA-MINE – Karl-Marx-Str.6         —   38104 Braunschweig  – 8 Nov.  – 19.30 Uhr

Eintritt: VVK: 10,00 €  AK : 13,00 €  – Kartenvorverkauf/Reservierungen – info@vitamine-verlag.de  –

Verlagsinfo zur Person und zum Buch:

Von einem, der sich nicht unterkriegen lässt – Diether Dehm über seine Skandale …

Dr. Diether Dehm (MdB)  geb. 1950 in Frankfurt a/M; promovierter Psychosomatiker; Liedermacher; Politiker; seit 2005 MdB DIE LINKE, davor: SDS-Präsidium; Magistrat in Ffm.; Bundesvorsitzender der SPD-Unternehmer, SPD-MdB, Linkspartei-Vorsitzender in Niedersachsen. Er verfasste 600 Lieder, (Hits wie 1000mal berührt«, »Was wollen wir trinken«), Romane (»Die Seilschaft«, »Bella ciao«), Musicals (»Stars«; »Eisprinzessin« m. Katarina Witt); Sachbücher, TV-Satiren (ARD: »Hurra Deutschland«; »Kröhnert« in Weltnetz.tv).

 Das Internet vergisst weder noch entgeht ihm etwas. Diether Dehm weiß das nur zu gut und bezeichnet die Medien und Wikipedia als modernen Pranger, an den er immer wieder zu Unrecht gestellt wird. Mittlerweile könnte Dehm ganze Bände mit eigenen Skandalen füllen, belässt es aber (erst einmal) bei den »allerschönsten und -lustigsten«. Dabei begnügt sich der Politiker keineswegs mit einem simplen Dementi der gegen ihn bestehenden Vorwürfe, die sich im Laufe seiner Karriere bei den Falken, in der SPD, PDS und bei den Linken angesammelt haben und von DDR-Spion und Antisemit bis hin zu Beihelfer für RAF-Terroristen und Mörder reichen. Stattdessen gibt Dehm, gewohnt provokant und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, Insider-Einblicke in die Funktionsweise der deutschen Politik sowie Medien und deren Hang zur systematischen Skandalisierung. Doch haben seine Anekdoten »nicht das Geringste von einer Klagemauer«. Vielmehr plädiert Dehm dafür, den Blick zu schärfen und die Verbreitung vermeintlicher Fakten über die eigene Person nicht einfach hinzunehmen – und versäumt hierbei nicht zuzugeben, den einen oder anderen Skandal bewusst provoziert zu haben, wohlgemerkt immer als Mittel zum Zweck. Auf diese Weise gelingt es ihm, die ihm zugeschriebene Täterrolle abzulegen, ohne dabei die des Opfers einzunehmen, entlarvt er doch feurig-konsequent den Skandal der Skandalisierungen seiner Person – womit sein Wikipedia-Eintrag um einen Skandal reicher werden dürfte.